Die Arbeit im Ismaninger Gemeinderat ist in vielen Punkten von großer Übereinstimmung aller Fraktionen geprägt – und weit über zwei Drittel aller Beschlüsse erfolgen einstimmig. Die Errichtung der Seniorenwohnanlage und des Kulturzentrums Seidl-Mühle oder die Nutzung der Geothermie sind nur die eindrucksvollsten Beispiele dafür.

Trotzdem gibt es aber immer wieder Punkte, bei denen die Meinungen auseinander gehen oder die die CSU-Fraktion durch einen entsprechenden Antrag überhaupt erst auf den Weg gebracht hat.

Die Absenkung des Hebesatzes für die Gewerbesteuer vor einigen Jahren geht etwa auf einen Antrag der CSU zurück.

Die hervorragenden finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde sind keine Selbstverständlichkeit, sondern sie beruhen auf der Leistungsfähigkeit der großen und kleineren Ismaninger Firmen und Betriebe. Ihnen zu helfen war und ist uns ein wichtiges Anliegen, um den Wohlstand der Gemeinde weiter garantieren zu können.

„Wir konnten viele wichtige Themen auf den Weg bringen“

Eine gut gefüllte Gemeindekasse ist aber kein Selbstzweck, sondern die Grundlage, um für soziale Projekte, für örtliche Vereine und für Infrastruktur optimale Rahmenbedingungen schaffen zu können. Hier wäre zum Beispiel der Bau des neuen Hallenbades zu nennen. Die CSU hat im Gegensatz zu anderen Fraktionen von Anfang an das Projekt begrüßt und konstruktiv begleitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Auch der Neubau des Gymnasiums in Ismaning ist ein wichtiger, in den letzten Jahren auf den Weg gebrachter Schritt. Hier haben unsere guten Kontakte zur Staatsregierung und die geschlossene Stimme der CSU-Kreistagsfraktion für Ismaning entscheidenden Einfluss zum Gelingen gehabt. Unser Antrag auf eine Hallenlösung für die Ballsportler des TSV Ismaning wird durch die zum Gymnasium neu zu errichtende Dreifachsporthalle auch in absehbarer Zeit umgesetzt werden können.

Die Ismaninger Vereine mit Ihrer hervorragenden Arbeit sind uns generell ein wichtiges Anliegen. So stammt von der CSU-Fraktion beispielsweise der Antrag auf die jährliche Ehrung von Sportlern und Kulturschaffenden, die sich seitdem großer Beliebtheit erfreut.

Gemeinderatsmitglieder der CSU

Im sozialen Bereich konnte unser Antrag auf Erwerb des Mehrfamilienhauses Taxetstraße 11 leider noch nicht umgesetzt werden. Wir werden aber weiter am Ball bleiben, wenn es wie hier gilt, bezahlbaren Wohnraum für Ismaningerinnen und Ismaninger nicht nur zu erhalten, sonder auch neu zu schaffen.

Ebenfalls heftig diskutiert: Bauen in Ismaning. Zu Beginn der Legislaturperiode haben wir mit dem Antrag zur Neustrukturierung der Bauverwaltung dazu beigetragen, dass die Abläufe im Rathaus bürgernah und transparent geregelt sind. Der Versuch, die Ortgestaltungssatzung so zu überarbeiten, dass die wirklich wichtigen Punkte klar geregelt sind, der Bauherr aber mehr Freiheiten bei der Gestaltung seines Hauses hat, fand jedoch bei anderen Fraktionen leider nur in wenigen Teilbereichen Zustimmung.

Auch das Thema Verkehr hat den Gemeinderat in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt. Die CSU Ismaning hat sich klar positioniert. Wir wollen einen Autobahn-Südring, um die Lasten gleichmäßig auf die Landkreisgemeinden im Norden und im Süden zu verteilen und in der Summe unnötige Wegstrecken und somit Umweltbelastungen zu verringern.

Den Ismaninger Ortsbus halten wir unter anderem auch deshalb nach wie vor nicht für sinnvoll, weil der Vorschlag der Detailprüfung nicht standhalten konnte. Ein akzeptabler Kompromiss aus Streckenführung und Fahrzeit und damit eine breite Akzeptanz bei den Bürgern und Anwohnern konnte in unseren Augen nicht aufgezeigt werden. Und Studien zeigen: Es gibt kaum ein umweltschädlicheres Verkehrsmittel, als ein schlecht besetzter Bus.

Beim Thema Bundesstraße B471 waren wir mit entsprechenden Anträgen bereits aktiv. Hier gilt es eine Lösung zu finden, die dem stark zunehmenden Verkehr und dem Lärmschutz für Ismaning gerecht wird. Eine Tunnel- oder Galerie-Lösung ist zwar ein Mammut-Projekt – langfristig aus unserer Sicht aber die einzig akzeptable Perspektive.

Die beiden jüngsten Anträge der CSU befassen sich zum einen mit dem Ortsteil Fischerhäuser. Hier hat die CSU bereits vor einigen Jahren einen Bebauungsplan für die „Lutz-Wiesn“ angeregt – verbunden mit einem Einheimischenprojekt. Die Forderung lebt mit der Fertigstellung der B301 wieder auf und wird zeitnah umgesetzt.

Zum anderen stellten wir den Antrag, ein Nutzungskonzept für den Goldachhof aufzustellen. Der ursprüngliche Plan, hier eine Biogasanlage zu errichten, wurde nicht zuletzt wegen unseres Widerstands aufgegeben. In unseren Augen war hier weder eine akzeptable Wirtschaftlichkeit gegeben, noch wollten wir die damit einhergehende „Vermaisung“ unserer Fluren akzeptieren. Umso wichtiger ist es, für dieses wertvolle Areal jetzt die Weichen für die Zukunft zu stellen und eine sinnvolle zukünftige Nutzung zu finden.

Dies sind nur einige Beispiele aus den vielen Themen, die uns in den letzten sechs Jahren beschäftigt haben. Sie sehen: Die CSU-Fraktion leistet wertvolle Arbeit für die Entwicklung unserer schönen und lebenswerten Gemeinde und wir hoffen, dass Sie uns auch für die nächsten sechs Jahre ihr Vertrauen schenken.

Dr. Peter Aurnhammer,
Gemeinderatsmitglied, Fraktionssprecher, Listenplatz 3