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Gymnasium Ismaning – Ortsbesichtigung der  baubegleitenden Kommission

Einen Eindruck vom neuen Ismaninger Gymnasium gab es die vergangenen Tage für einen Teil des Gemeinderats. Die Mitglieder der baubegleitenden Kommission wurden von Planern und Architekten durch das in Sanierung befindliche Gebäude geführt. Das ehemalige Telekom/Commundo Hotel am Seidl-Kreuz Weg wird gerade zum Umbau in eine Schule quasi komplett umgebaut. Das dreiteilige, ehemalige Hotel und Schulungszentrum besteht aus dem Trakt „Hotelzimmer“, „Mittelteil“ und „Schulungsteil“. Im Schulungsteil werden alle Wände zwischen den einzelnen Schulungsräumen neu platziert, der Gebäudekern wird erhalten jedoch in Technik, Brandschutz und Statik modernisiert. Laut den Verantwortlichen entsteht ein Gebäude mit Neubauqualität. Das Ergebnis wird deutlich mehr Raumqualität und Platzangebot bieten wie bei Schulneubauten. Alle Klassenzimmer werden größer, die Versorgungsgänge großzügiger und auch bei weiteren Räumen wie Vorbereitung, Gruppenraum oder Mehrzweckraum herrscht eine Großzügigkeit, die es sonst in keinem Gymnasium gibt. Im Mittelteil, der ehemalige Eingangs/Rezeptionsteil wird die komplette Schulverwaltung und der Mensabereich untergebracht. Auch hier kann man eine für eine Schule ungewohnte Großzügigkeit erkennen und der Mensabereich sowie Großküche wird einfach ohne Umbau übernommen. Ein großer Mehrzweckraum für 600 Personen mit tollem Blick in die Natur unterstreicht die räumliche Qualität und Lage der Schule – hier muss lediglich eine Bühne ergänzt werden. Der Hotelzimmertrakt ist noch unberührt.

Im Herbst 2017 wird ein erster Teil des Schulungstraktes fertig, sodass die bestehenden Vorläuferklassen in das neue Gymnasium umziehen werden. Final soll die Schule dann im Herbst 2018 fertig sein. Die Verwaltung bestätigt, dass man im Zeit -und Kostenrahmen ist, auch wenn der Zeitplan sehr ambitioniert ist. Meine Nachfrage, ob es einen Plan B gebe, wird kopfschüttelnd beantwortet. Aus heutiger Sicht sind die Kosten deutlich unter den Kosten eines Neubaus und der bestehende Bau hat gerade im puncto Großzügigkeit der Räume seinen Charme. Leider ist die Lage der Sporthalle, 450m von der Schule entfernt. Im Gemeinderat wurde hierüber ausführlich diskutiert, jedoch war eine bessere Lösung laut Bürgermeister Greulich nicht zu erreichen. Unter den Voraussetzungen, dass man eben keinen Neubau bekommt, die Sporthalle weit weg errichtet wird und man erst nach Fertigstellung kostentechnisch Sicherheit hat, sprechen Kritiker von einem schlechten Kompromiss. Aus meiner Sicht hat die Schule jedoch große Qualitäten, die ein Neubau nicht hergegeben hätte, eben weil dann keine Tiefgarage oder keine Bibliothek oder Mehrzweckräume gebaut worden wären. Diese sind nun in einer Großzügigkeit vorhanden, wie sie absolut außergewöhnlich für eine Schule sein werden. Dafür nimmt man in Kauf, dass das Gebäude nur saniert wurde – jedoch unter der Voraussetzung, dass die Kosten nicht höher werden. Und ja, dass die Sporthalle 450m weit weg ist, gefällt keinem. Das ist wirklich nur ein Kompromiss – aber bisher der einzige!

Alexander Novakovic, Gemeinderat

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